Explore KAT Bike – REB in TIROL

3 Tage Kitzbüheler Alpen auf der Strecke des KAT Bike (ehem. Trans KitzAlp) Etappe 2+3+Retour: 120 Kilometer im Sattel, mehr als 4000 Höhenmeter (mit reiner Muskelkraft!), bissel zu viel Sonne, herrliche Ausblicke, wunderschöne Landschaft, atemberaubende Momente, lange Abende mit den Jungs und ein Trail, der so manche Schotterabfahrt entschädigte, das „beste Eis der Welt“ und viele andere Dinge, die das Erlebnis am Ende für mich als die bislang lustigsten Tage in Tirol abspeichert.

Gruppenfoto vor Hotel Tirolerhof-Hopfgarten_KAT Bike Botschafter© Katharina Szücs

Unsere Truppe die "Tirol KAT Bike Botschafter":

Lisa, Birga, Dirk, Rebekka, Benedikt.
(v.l.n.r.)

Anreise und Tag 1

Etappe 2 des KAT Bike: Hopfgarten nach Brixen im Thale, 46 km/1650 Hm (Rot), 3:15h Fahrzeit

Um die Anreise zu verkürzen, gab es für mich eine Stopp in Tannheim, wo ich vor paar Wochen den harten Radmarathon Tannheimer Tal gefahren bin und dabei einen Hotelgutschein gewonnen hatte. Am Vortag bin ich noch schnell auf die Schneetalalm gerannt, was sich abends als herrlicher Muskelkater rächte – aber hat sich voll gelohnt! Also am Donnerstag mit etwas schweren Beinen aber voller Motivation und bester Laune mit Bene, Dirk, Lisa + Freund Moritz, Birger und Guide/Tourismuschef Kurt ging's los.

Es ging gleich zur Sache am ersten Straßen- und Schotteranstieg. Die Gruppe teilte sich. Ich blieb bei Dirk und Bene, der mit dem E-Bike weniger Mühe hatte, bis wir die Haagalm erreichten. Dort gab es ein kaltes Radler aus dem Brunnen und nen Stempel für die Wade. Check! Die anderen holten auf und gemeinsam ging es in die erste Abfahrt. Leider nur Schotter. Im nächsten Ort bekam Lisa auch ein E-Bike und wir gönnten uns ein Brötchen, das wir mitgenommen hatten.

Der nächste Anstieg war ähnlich steil, wieder zuerst Straße dann Schotter. Wieder wir drei vorne weg. Die Aussicht war grandios unterwegs, leider am höchsten Punkt dann nur Bäume und ne Schotterabfahrt. Bissel frustrierend. Unten in der kleinen Käsalm Pause. Die andern kamen dazu und hauten sich ne Speckjause und Käseplatte rein aber für mich war das bei der Hitze einfach zu deftig. Dann die letzten Kilometer auf dem Fahrradweg nach Brixen.

© Rebekka Markert
© Rebekka Markert
© Rebekka Markert

Tag 2

Etappe 3 des KAT Bike: Brixen im Thale nach Oberndorf, 53 km/2000 Hm (Rot), 4:20h Fahrzeit

Wir hatte große Erwartungen an diese Etappe, die mehr Trailanteil haben sollte und ich war voller Vorfreude am Freitag Morgen. Die Straßen glänzten noch vom Regen der Nacht und dicke Nebelschwaden hingen in den Bergen. Es versprach wieder sau schön zu werden. Und obwohl es erst 9:30 Uhr morgens war, schwitzten wir sogleich, denn es ging promt in den ersten steilen Schotteranstieg. Bene, Dirk und ich waren schnell alleine vorne weg und fuhren so den ganzen Tag zusammen.

Vor lauter Traillust sind wir nach den ersten 700 Höhenmetern einfach links in einen Wanderweg abgebogen und die Kuhwiese heruntergeholpert. Pure Glücksgefühle kamen hoch, oh Gott, war das gut! So verpassten wir den eigentlichen KAT Bike-Wiegalmtrail-Einstieg aber das war uns egal. Den Rest haben wir noch mitgenommen und unten waren wir erstmal seelig. Dort teilte sich die Strecke aber wir wollten ja auf jeden Fall die lange, schwierigere Variante nehmen.

Unten auf einem Fahrradweg leicht bergauf, dann in den nächsten langen Schotteranstieg. Erst stetig ansteigend, später richtig steil. Es war hart, trotz meines leichten Bikes. Dirk hatte auch zu kämpfen. Die Sonne knallte, die müden Beine brannten, die Zacken auf der Garmin-Höhenanzeige gingen weiter nach oben und nahmen kein Ende. Unsere Flaschen füllten wir an den kleinen Bächen entlang der Strecke. Zum Glück hielt Benes Akku, was nur ging, weil er auf niedrigster Stufe fuhr. Am Tagesziel hatte er nur noch 1%!

Ich erreichte mit Bene den Gipfel und was wir dann sahen, war überwältigend. Es gibt wohl wenige Orte und Momente, die so wundervoll sind, wie der dort oben. Die Mischung aus Erschöpfung und der atemberaubende Ausblick ließen mein kleines Herz hüpfen und ich hätte die Welt umarmen können. Wir feierten zu dritt bei einem Radler, Topfenstrudel und Kaiserschmarrn. Es war ein Fest. Vor allem, weil wir wussten, dass das Highlight noch bevor stand: der Fleckalmtrail.

Atemberaubende Ausblicke am Pengelstein ... ich hätte die Welt umarmen können ;-)!

© Rebekka Markert
© Rebekka Markert
© Rebekka Markert
Rebekka-am Pengelstein-KAT Bike_Kitzbueheler Alpen_Foto Dirk Wahn
© Dirk Wahn

… und den Fleckalmtrail habe ich so hart gefeiert! Aufgrund des nächtlichen Unwetters war er teils sehr matschig und damit an manchen Stellen mit den rutschigen Wurzeln technisch echt schwer aber trotzdem ein Hochgenuss. Ich kam mit dem Fully gut zurecht aber für ein Hardtail grenzwertig. Die Jungs kamen super runter – trotz wenig Trailerfahrung – Bene mit paar „männlichen“ Kratzern am Arm aber alle in einem Stück. Nächstes Mal will ich den mit meinem Enduro fahren. Glaub, das macht noch mehr Spaß! Mit der Gondel ja super zu erreichen.

Unten am Bikewash das Bike sauber gemacht, danach noch 9 Kilometer zum Hotel Penzinghof nach Oberndorf gerollt. Wir kühlten uns im Naturteich ab und feierten den Tag. Der Rest der Truppe war schon da. Sie sind nur einen Teil der Etappe gefahren und mit der Gondel hoch.

Fleckalmtrail1KAT Bike_Kitzbueheler Alpen®RebekkaMarkert
© Rebekka Markert
Fleckalmtrail2KAT Bike_Foto Rebekka Markert
© Rebekka Markert
Fleckalmtrail-KAT Bike_Kitzbueheler Alpen®BenedigtGradl
© Benedikt Gradl
© Rebekka Markert

Tag 3

Retour: Oberndorf nach Hopfgarten, 30 km, 1:30h Fahrzeit

Der letzte Tag begann mit einem Frühstück, wie ich es noch nie gesehen habe: es gab einfach alles! Von der frischen Papaya, über Früchtebrot, bis hin zu Kresse und jeder Milchsorte, die man bevorzugt, wenn man keine echte Milch trinken will. Schon krass. Tolles Hotel!

Da alle etwas kaputt waren, gab es für Bene, Dirk, Birger und mich als Retoure den direkten Weg nach Hopfgarten. Ein letzter Cappucchino mit den Jungs, dann wieder zurück nach Tannheim, wo ich nochmal eine Nacht im Hotel Sägerhof verbringen durfte und erstmal ne Runde in der Sauna gechillt habe.

Bikewash-KAT Bike_Kitzbueheler Alpen_Foto BenedigtGradl© Benedikt Gradl

Mein Fazit:

Wunderschöne Gegend! Im Winter UND im Sommer. Auf jeden Fall eine Reise wert. Tolle Menschen, schöne Almen, gutes Essen und ein Panorama, das es lohnenswert macht! KAT Bike ist ein super Konzept und der Gepäcktransport ist auch top aber für mich zu wenig Trails, Karte fehlerhaft, Beschilderung fehlt an einigen Stellen und es ist auch nicht klar, wo welche Strecke (Blau/Rot/Schwarz) langgeht, also unbedingt GPS Daten auf’s Garmin laden! Schwierigkeitsgrade sollten nicht nach Länge + Höhe eingeteilt werden, sondern nach Technik wie beim Skifahren. Unsere gebuchten Hotels in Hopfgarten und Brixen lagen direkt an der Hauptstraße, was einfach laut war.

Mein Resümee
"Alles in allem war es eine tolle Zeit und dafür bin ich dankbar. Ich komme auf jeden Fall wieder und fahr die Tour nochmal, wenn sie weiter „gereift“ ist."
Danke TIROL.Mein Blog - bitte weiterlesenRebekka Markert

Reb

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