Bike & Hike zum Feldalphorn in der Kelchsau

An heißen Sommertagen gibt’s für uns nur eine Option: Flucht nach oben! Das Bike ist dabei eindeutig das bevorzugte Fluchtmittel (besonders bergab - Fahrtwind!). Ein Gipfel gehört aber natürlich auch dazu, besonders da die Fernsicht an Tagen wie diesen schier unendlich erscheint. Die einzige logische Konsequenz? Eine Kombination aus beidem: Bike & Hike.

Feldalphorn Bike&Hike© Fabian Spindler

Als Ziel an diesem schönen Sommerabend wählen wir das Feldalphorn (oder wie der Tiroler sagen würde „Födawaheandl“). Start ist in Hopfgarten, wo wir zunächst einige asphaltierte Kehren den Penningberg hinauf spulen. Wenig später wechseln wir auf Forstweg und nach ca 700 Höhenmetern erreichen wir die Haagalm. Von dort sind es nur mehr wenige Kehren bis zur Trockenbachalm. Normalerweise darf man hier nicht ohne Einkehr weiterziehen, aber heute reicht unsere Zeit leider nur für frisches Quellwasser in unseren Trinkflaschen.

© Fabian Spindler
© Fabian Spindler
© Fabian Spindler
© Fabian Spindler
© Fabian Spindler

Weiter geht's zu Fuß, im schattigen Wald ist es bereits angenehm kühl. Wir wandern durch pink blühende Almrosenfelder und haben den Gipfelgrat flott erreicht. Aber erstmal umschauen: Die markanten Felswände vom Kaisergebirge leuchten im abendlichen Licht, wir sehen bis zu den schneebedeckten Gipfel vom Zillertaler Hauptkamm und den hohen Tauern, und in den Tälern erstrecken sich die Felder und Wiesen im saftigsten Grün... „Scho bissal kitschig bei mir Dahoam, oder?“, grinse ich Fabian an. Er nickt und grinst retour: „Ja, fast nicht auszuhalten!“ Bald fehlen uns nur noch ein paar Schritte bis zum Gipfel. Und da ist es wieder, dieses einzigartige Gefühl, ganz kurz vor seinem Ziel zu sein, wo sich auf einmal jede Mühe, jede Anstrengung und jeder Schweißtropfen zu 100% lohnt. Geschafft!

© Fabian Spindler
© Fabian Spindler
© Fabian Spindler
© Fabian Spindler

Egal wie groß, hoch oder schwierig der Berg, jeder Gipfel bedeutet ankommen. Innehalten. Und genießen. Ein Ort, an dem die einfachen Dinge zu den schönsten werden. Denn wo schmeckt ein Apfel und ein Stück Schokolade besser als wie dort oben? Naja, ihr kennt die Antwort. Ich denke oft und viel über die Faszination Berg nach. Und komme immer zum selben Schluss. Sie sind ein Rückzugsort, Ruhepol, die Flucht aus dem Alltag. Sie sind ein Abenteuerspielplatz, Wunder der Natur, ein Ort zum Austoben. Die Berge sind die eine Konstante im Leben, die niemals langweilig wird und immer irgendwie mysteriös und undurchschaubar bleibt. Sie weisen uns unsere Grenzen auf und zeigen uns wie stark wir sein können. Dort finden wir zueinander und noch mehr zu uns selbst.

Gipfel Feldalphorn© Fabian Spindler

Den genauen Tourenverlauf (inklusive GPS Track) findet ihr auf Komoot.
Weitere Bike- und Wandertipps findet ihr auch auf der interaktiven Karte der Ferienregion Hohe Salve.

Lena

Lena

Dahoam ist kein Ort, dahoam ist ein Gefühl. In den Bergen fühle ich mich zu Hause.
Die Kitzbüheler Alpen sind für mich so vielseitig wie kaum eine andere Bergwelt. Mal sanft, mal rau, mal entspannt, mal aufregend. Zu keiner Jahreszeit fehlt es einem an Ideen, draußen etwas zu erleben. Und ich frage mich so oft, gibt es ein schöneres dahoam?
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