Der Sport ist ihre Schlagzeile

Sabine Huber lebt ihre zwei großen Leidenschaften: Sport und Journalismus. Als Redakteurin bei der regionalen Wochenzeitung Kitzbüheler Anzeiger sowie in ihrer Heimat St. Johann in Tirol kann sie beide Welten zu hundert Prozent miteinander verbinden. Weil Glück dort beginnt, wo die Zufriedenheit mit Freude Wurzeln schlägt.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dieser Spruch trifft es wohl am besten, wenn man mit Sabine Huber über ihren Werdegang spricht. Denn eine Karriere als Journalistin stand eigentlich nicht an erster Stelle: „Ich wollte immer Sportlerin sein, schon als kleines Kind wollte ich immer nur nach draußen und mich bewegen.“ Ein klassischer „Couch-Potato“ ist Sabine bis heute nicht geworden, die Karriere als Profisportlerin wurde es ebenso wenig, obwohl Handball ein Sport war, der ihr jahrelang irrsinnig viel Spaß bereitet hat. Indes gelang eine gelungene Kombination zwischen mehreren Welten.

Vom Sport zum Journalismus

„Die Aufnahmeprüfung für das geplante Sportstudium musste ich verletzungsbedingt auslassen, daher inskribierte ich für das Studium der Kommunikationswissenschaften. Dort verstand ich alsbald, meine neugewonnene Leidenschaft für den Journalismus mit der alten Liebe zum Sport zu verknüpfen.“ Heute ist Sabine Huber als Redakteurin bei der Wochenzeitung des Kitzbüheler Anzeigers beschäftigt. Sie berichtet mit Begeisterung über Sportler, deren Erlebnisse und Herausforderungen. Ihr Antrieb war es immer, nah dran zu sein, zu verstehen, was die Athleten antreibt, wie sie trainieren und welche Hürden sie meistern. Zuvor war sie als Fitnesstrainerin unter dem Namen „Die Fitmacherin“ selbstständig.

Leben und Arbeiten in den Kitzbüheler Alpen

Für Sabine ist St. Johann in Tirol der Ort, an dem sie alt werden möchte. „Mich zog es auch nie groß weg von hier und wenn ich Urlaub habe, fahre ich gar nicht mehr groß woanders hin. Wozu auch? Wir haben hier einfach alles. Die Region rund um die Kitzbüheler Alpen bietet unzählige Möglichen, um sich auszupowern und die Natur zu genießen“, schwärmt sie. Skifahren, Skitouren und Langlaufen im Winter, Berggehen, Biken, Laufen oder Klettern im Sommer. Es ist diese unvergleichbare Naturkulisse, welche ihr Trainingsort, ihre Energiequelle und ihre Ruheoase zugleich ist. Wobei das Langlaufen erst eine späte Leidenschaft geworden ist: „Mit 27 Jahren stand ich das erste Mal auf Langlaufskiern und es lief bei weitem nicht so rund, wie ich mir das vorstellte. Mühelos glitten erfahrene Läufer an mir vorbei, während ich Kilometer um Kilometer kämpfte.“ Doch das weckte erst recht ihren Ehrgeiz und heute genießt sie es, mit gut 30 km/h über die Loipe zu sausen. „Wenn einem da der Wind um die Ohren pfeift und die Winterlandschaft an mir vorbeizieht, kann ich super abschalten und mich auspowern.“

Journalismus im Wandel

Sabine startete ihr Studium, als Social Media noch keine große Rolle spielte. Sie begann klassisch im Printjournalismus, machte ein Praktikum beim ORF und schrieb dort Teletext-Beiträge. „Heute hat sich die Medienlandschaft massiv verändert, was unglaublich spannend ist. Man muss sich neuen Entwicklungen öffnen, nicht immer gleich sagen: Das ist nichts für mich“, findet sie. Die Digitalisierung, KI, Social Media – all das sieht sie als Chance. „Gerade im Regionaljournalismus, wo persönliche Geschichten zählen, gibt es eine starke Nachfrage nach multimedial erzählten Stories. Nachrichten aus aller Welt kann ich überall lesen, doch was in meinem Nachbarort passiert, findet sich nur in solchen Medien wie dem Kitzbüheler Anzeiger.“ Ihre berufliche Entwicklung hat ihr auch jede Menge Selbstvertrauen geschenkt: „Früher hatte ich oft schlaflose Nächte, wenn ich wusste, ich muss den örtlichen Bürgermeister für ein Interview anrufen. Mittlerweile ist das für mich völlig normal, ich rede sehr gerne mit Menschen und bin neugierig.“

Mitten im Leben angekommen

Sabine Huber ist jemand, der stets die positiven Seiten des Lebens sieht, auch wenn vielerorts gerne mal gejammert wird. „Ich habe in meinem Leben viele Dinge ausprobiert, Berufe gewechselt und meinen Weg gesucht. Man ist dem Leben schließlich nicht ausgeliefert, sondern hat es schon selbst in der Hand. Jetzt bin ich angekommen. Zum ersten Mal kann ich mir vorstellen, dass ich in zehn oder 20 Jahren noch genau hier bin, weil es einfach passt. Zu 100 Prozent.“ Inmitten der Kitzbüheler Alpen und mit ihren beiden beruflichen Leidenschaften.

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